Wie entsteht ein Schoggihase?

Insgesamt 20 Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, durften letzten Mittwochnachmittag in der Bäckerei Grossenbacher in Jegenstorf selbst einen Schoggihasen herstellen. Der Anlass findet schon einige Jahre statt und erfreute sich auch dieses Jahr grosser Beliebtheit, so dass gleich zwei Gruppen teilnahmen.

Elf Kinder, begleitet von Corinne Schär, stehen um 13.30 Uhr in der Backstube der Bäckerei Grossenbacher. Vor ihnen stehen auf einem Tisch viele verschiedene Plastikschokoladenhasenformen: Ein Jodler, ein Hochzeitspaar, ein Hase mit Schlappohren und einer mit einem grossen Osterei, um nur einige zu nennen. «Jetzt darf jeder von euch eine Form auswählen», eröffnet Dominic Grossenbacher den Nachmittag und die Qual der Wahl. «Aber nur aussen anfassen, sonst gibt es Fingerabdrücke auf dem fertigen Hasen.»

Dominic Grossenbacher füllt schwarze und weisse Schokolade in Tütchen ab. «Zum Schminken», rufen die Kinder, von denen schon viele wissen, wie ein Schoggihase entsteht: Sie sind nicht zum ersten Mal dabei. Schminken bedeutet, dass man einzelne Elemente in der Form durch weisse oder schwarze Schokolade hervorhebt. Die Kinder lassen ihrer Kreativität freien Lauf und fordern immer wieder Schokoladennachschub von Dominic Grossenbacher. Dieser erfüllt die Wünsche der Kinder und unterstützt sie mit viel Geduld.

Nach dem Schminken, das den Kindern sichtlich grossen Spass bereitet, muss die Schokolade kurz antrocknen. Danach pinselt Dominic Grossenbacher alle Formen mit flüssiger Milchschokolade aus und stellt sie, wiederum zum Trocknen, in den Kühlschrank.

Jetzt können die beiden Teile der Form zusammengesteckt werden. Vorher werden die Ränder der Formen durch einen Spachtel von Schokoladenresten befreit. Dominic Grossenbacher fügt die beiden Teile jeder Form mit geübten Handgriffen schnell zusammen und die Kinder schauen mit grossen Augen zu.

Mit speziellen Klammern werden die zwei Teile der Form zusätzlich aneinander befestigt. Danach geht es zum Auffüllen der Schokoladenhasen mit Milchschokolade. Auch hier dürfen die Kinder Dominic Grossenbacher beim Arbeiten über die Schulter gucken. Die Vorfreude auf die fertigen Hasen steigt bei den kleinen Konditoren stetig.

Aber wie schmeckt denn eigentlich so ein selbstgemachter Hase? «Besser als alle anderen», sind sich die anwesenden Kinder einig. Darum essen die meisten unter ihnen den selbstgemachten Hasen zuerst. Bis sie diesen in den Händen halten können, dauert es aber noch ein wenig.

Während Dominic Grossenbacher die Schokoladenhasen fertigstellt, indem er sie auf ein Blech mit flüssiger Schokolade stellt und so den Boden macht, gibt es für die Kinder ein süsses Zvieri. Weggli und eine Schüssel geschmolzene Schokolade stehen in einem Nebenraum für die Nachwuchskonditoren bereit. Die grossen Schleckmäuler unter ihnen haben bald Schnäuze und Bärte aus Schokolade.

Nachdem sich alle die Hände und viele das Gesicht gewaschen haben, kommt der Höhepunkt in der Backstube. Dominic Grossenbacher holt die fertigen Schoggihasen aus dem Kühlschrank und löst sie vorsichtig aus ihren Formen. In einer Tüte transportiert jedes Kind seinen wirklich einzigartigen Schoggihasen nach Hause. Wahrscheinlich überleben die wenigsten von ihnen das Osterfest.

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